© Axel Lambrette www.axellambrette.de

TANK

TANK ist eine Soloperformance von Doris Uhlich in Zusammenarbeit mit Boris Kopeinig zum Thema Körper und neue Technologien. Im Zentrum des Stücks steht ein vom Berliner Kollektiv Proper Space gebauter Tank. Im Tank kann der Körper als Experimentierfeld und als Gegenstand des Umbaus gezeigt werden. Das aus der Science-Fiction bekannte Motiv, das von Test Tube Girls der 1950er Jahre bis zu Filmen wie Alien: Resurrection immer wieder als szenisches Arrangement der Körpermodifikationen auftaucht, steht in der Regel für die Isolation von unbekannten und gefährlichen Lebensformen. In Doris Uhlichs Performance avanciert der Tank zu einem Ort des Studiums und der Erprobung von Körpertransformationen.

Das Stück hat cineastischen, bildnerischen Charakter, das Körpermaterial entwickelt sich aus filmischen, robotischen, biotechnologischen und medizinischen Assoziationsketten. TANK ist eine Performance über technologische Glücksversprechungen, über die Zukunft des Körpers, seine Ausgeliefertheit, aber auch Widerspenstigkeit. Mit seinen durchsichtigen Wänden tritt der Tank wie eine Art Lupe in Erscheinung, in der sich ein dynamischer und elastischer Raum zur Reflexion eröffnet.

Doris Uhlich wirft wie schon oft ihren Körper ins Spielfeld gesellschaftlicher Diskurse, schafft es, in ihm Repräsentation, Kritik, Nähe und Distanz gleichermaßen zu spiegeln. Mit Humor und größter Selbstverständlichkeit führt sie hin zu den existentiellen Fragen menschlichen Daseins und dessen Platz in einer zunehmend digitalisierten und technologisierten Welt. Und sie gibt keine Antworten, was ihr angesichts einer zunehmend polarisierenden Diskussionskultur hoch anzurechnen ist. 
von Anja K. Arend, tanznetz.de

Doris Uhlichs Performance „Tank“ verstört und ist genial. Ein Schaudern, eine gewisse Angst vor dem gefährlichen Etwas, was in diesem neblig trüben Tubus (gebaut von Kollektiv Proper Space) heranwächst, befällt schon den Betrachter. Auch ganz real. Und doch hat die ganze Szenerie etwas überaus Ästhetisches, kunstvoll Minimalistisches, was im Verlauf noch mehr an Gewicht gewinnen wird, um alsbald zerstört zu werden.
von Christian Oscar Gazsi Laki, Westdeutsche Zeitung

Konzeption Doris Uhlich, Boris Kopeinig
Choreografie, Performance Doris Uhlich
Dramaturgische Zusammenarbeit Adam Czirak, Yoshie Maruoka
Sound Boris Kopeinig
Text Boris Kopeinig, Doris Uhlich
Tank Proper Space (Angela Ribera, Konstanze Grotkopp, Juliette Collas)
Körperobjekte (im Rahmen von Site Specific Version) Devi Saha
Licht Sergio Pessanha
Technische Betreuung Gerald Pappenberger
Produktion Marijeta Karlovic-Graf, Margot Wehinger
Internationale Distribution Something Great. www.somethinggreat.de

Dank an Karin Harrasser und Marian Kaiser.

Koproduziert durch das tanzhaus nrw, ImPulsTanz, brut Wien und insert (Theaterverein).

insert (Theaterverein) wird durch die Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.

Fotos

Die Bilder können unter Angabe der Foto-Credit  honorarfrei abgedruckt werden.